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Das duale Studium in der Steuerkanzlei Garrn & Nett

Avatar of Jonas Brüdern Jonas Brüdern - 05. April 2017 - Arbeitswelt, Arbeiten bei Garrn & Nett

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Am Montag, dem 01. August 2016 begann mein erster Tag als dualer Student bei der Steuerberater Garrn & Nett PartG mbB. Ich wurde sehr nett empfangen und mit einer Schultüte voller Süßigkeiten überrascht. Direkt ist mir der Kickertisch im Kanzleiflur aufgefallen, der zum Ausgleich neben der Arbeit einlädt. Für meine Ausbildung wurde mir von meinem Vorgesetzten ein Einarbeitungsplan aufgesetzt, in dem zeitlich aufgegliedert ist, wann ich welche Kenntnisse erwerbe. Am ersten Arbeitstag wurden mir das Leitbild der Kanzlei, der Mitarbeiterleitfaden, meine Stellenbeschreibung, die Softwareprogramme und schon erste Arbeitsabläufe, wie zum Beispiel die Postbearbeitung oder das Entgegennehmen von Anrufen, erläutert. Außerdem wurde ich über die Verschwiegenheitspflicht belehrt, wozu ich mehrere Erklärungen unterschrieben habe. Insgesamt hatte ich einen sehr netten Eindruck von den Kollegen und dem Miteinander. Wir duzen uns alle und der Umgang untereinander ist sehr locker. Den nächsten Arbeitstagen habe ich sehr positiv entgegen gesehen.

Meine erste Arbeitswoche

Während meiner ersten Woche konnte ich noch tiefere Einblicke darüber erlangen, wie viel in der Kanzlei mit Software und Technik gearbeitet wird. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bearbeitung der Post. Diese wird eingescannt und in einem Dokumentenmanagementsystem kategorisiert und gespeichert, so dass man auch Jahre später über Suchbegriffe das passende Dokument finden kann. Jeder Arbeitsplatz besitzt einen PC mit zwei Bildschirmen, was die Arbeit sehr erleichtert. So kann man sich zum Beispiel auf einem Bildschirm eingescannte Dokumente anzeigen lassen und auf dem anderen Bildschirm diese dann verarbeiten, z.B. abspeichern oder in der Buchführung verbuchen. Während der ersten Woche habe ich erstmals bei der Vorbereitung von Buchführungen geholfen. Das heißt, Rechnungen kategorisiert und nach der richtigen Einordnung bei der Verbuchung beschriftet (kontiert). Zu meinen Tätigkeiten gehörten außerdem auch der Postein und - ausgang sowie die Fristenüberwachung der Steuerbescheide. Zum Wochenende hin wurde ich zum Wandern mit den Kollegen eingeladen.

Meine zweite Arbeitswoche

In der zweiten Woche konnte ich etwas Routine bei den erlernten Arbeiten erlangen und zusätzlich neue Aufgaben übernehmen. Das Entgegennehmen von Anrufen war etwas Neues für mich; es ist mir zunächst schwer gefallen, mir die Namen der Anrufer zu merken. Mit einem Stift und einem Stück Papier ist einem da aber gut geholfen; außerdem macht es sehr viel Spaß, immer wieder Kontakt zu freundlichen Menschen zu haben. Des Weiteren wurde ich mit Rechercheaufgaben im Gesetz betraut und habe festgestellt, wie unklar manche Sachverhalte in diesem geregelt sind. Aus diesem Grund habe ich dann nach passenden Finanzgerichtsurteilen gesucht. Dabei habe ich gemerkt, wie essenziell Gesetze und Finanzgerichtsurteile für diesen Beruf sind. Im Gegensatz zu der Arbeit während meiner Ausbildung zum Konditor ist die Arbeit im Büro weniger körperlich anstrengend und man fühlt sich am Ende des Arbeitstages nicht so stark belastet. Trotzdem helfe ich am Wochenende gerne nach Absprache mit meinen Chefs weiterhin in meiner Ausbildungs-Konditorei aus; auch das duale Studium gefällt mir weiterhin gut.  

Die dritte und vierte Woche

Zu den bereits erlernten Aufgaben erfolgte in der dritten und vierten Woche die Vorbereitung einer Nebenkostenabrechnung. Diese habe ich selbstständig von Null an bearbeitet; das heißt, erstmal habe ich in den Gesetzen recherchiert, welche Kosten man eigentlich auf die Mieter umlegen darf und wie dies geschehen soll. Zuletzt wurden dann die entsprechenden Rechnungen rausgesucht und eine entsprechende Excel-Tabelle erstellt. Bei Fragen haben mir die Kollegen immer gerne geholfen. Für die Vorbereitung von Einkommensteuererklärungen habe ich mir Schulungsseminare im Internet angucken können. Diese Seminare kann man jederzeit online abrufen. Ähnliche Schulungsseminare gibt es zum Beispiel auch für das Rechnungswesen-Programm, das Lohnbuchführungs-Programm oder auch zur allgemeinen Büro-Eigenorganisation.


Für das Mittagessen koche ich am Vortag zu Hause und wärme es mir dann in der Mittagspause auf. Die voll ausgestattete Küche in der Kanzlei bietet sich aber auch an, um sich in der Mittagspause etwas zu kochen. Es kam auch schon vor, dass mein Chef mir angeboten hat, für mich mit zu kochen. So helfen wir uns gegenseitig.

 

Der zweite Monat

Im zweiten Monat gehörten die Bearbeitung des Postein und –ausgangs, das Kontrollieren der Fristen, das Kontieren von Belegen und das Entgegennehmen von Anrufen schon zu meinen laufenden Tätigkeiten und ich habe meine erste Einkommensteuererklärung vorbereitet. Dabei hatte ich ein schönes Gefühl. Unseren Mandanten helfen zu können und womöglich noch Steuererstattungen rauszuholen, macht mich zufrieden.

Ausblick

Auf die nächsten Monate in meiner Ausbildung und auf die Erlangung weiterer fachlicher Kenntnisse bin ich weiterhin gespannt. Zum Sommersemester 2018 werde ich zum ersten Mal die Hochschule besuchen und dann einen Tag in der Woche sowie in den Semesterferien weiterhin in der Kanzlei arbeiten.
  

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