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Fortsetzung: Das duale Studium in der Steuerkanzlei Garrn & Nett

Avatar of Jonas Brüdern Jonas Brüdern - 04. Januar 2018 - Arbeitswelt, Arbeiten bei Garrn & Nett

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Meine Hoffnung weitere fachliche Kenntnisse zu erlangen wurde nicht enttäuscht; ich lerne fast täglich neu dazu und wahrscheinlich lerne ich auch nie aus. Der Beruf ist sehr weitreichend; als Steuerberater ist man für den Mandanten erster Ansprechpartner in den verschiedensten Themenbereichen. So kommt es neben den laufenden Themen wie der Finanz- und Lohnbuchführung zum Beispiel vor, dass ein Unternehmensgründer Beratung bei der Wahl der Unternehmensform bedarf, seine Firma verkaufen möchte und dazu eine Unternehmensbewertung sowie Beratung zu steuerlichen Fragen benötigt oder zum Beispiel ein Mandant Beratung bei Fragestellungen zur Hausfinanzierung oder zur Besteuerung seiner Photovoltaikanlage benötigt. Das ist natürlich keine abschließende Aufzählung; es gibt viele weitere Bereiche, in denen der Rat des Steuerberaters gefragt ist und somit eine stetige Fortbildung nötig ist.  

Mir macht es Spaß mich mit finanziellen und rechtlichen Themen auseinander zu setzen, dort Wissen zu erlangen und immer mehr einen Überblick über das „große Ganze“ zu bekommen.

Digitalisierung

Bei uns in der Kanzlei legen wir großen Wert auf Innovation und auf die Nutzung der neuesten Digitalanwendungen. Ständig versuchen wir unsere Prozesse effektiver zu gestalten um vor allem auch den Mandanten einen Mehrwert bieten zu können. Ich bin froh, dass wir Dokumente nicht ausdrucken oder kopieren und dann abheften, sondern einfach direkt in unserem Dokumentenmanagementsystem speichern, mit Schlagworten versehen und diese somit einfach wieder finden können und  dabei Papier sparen. 

Mein erstes Mitarbeitergespräch

Nach knapp vier Monaten Ausbildung, hatte ich mein erstes Mitarbeitergespräch zusammen mit meinen beiden Vorgesetzten. Zur Vorbereitung darauf habe ich einen Fragebogen zur Selbsteinschätzung, eine Vorgesetztenbeurteilung sowie diverse Fragen zu den Themen „Aktuelle Leistungen“, „Entwicklungsbedarf“ und zu den Zielen in den nächsten 12 Monaten bearbeitet. Ich war sehr aufgeregt vor dem Gespräch und konnte überhaupt nicht einschätzen, wie zufrieden meine Vorgesetzten mit mir und meiner Arbeit sind. Diese Sorge war im Nachhinein völlig unbegründet, ich bin mit neuer Motivation und der Aussage, dass ich die Erwartungen übertroffen hätte, aus dem Gespräch gegangen. Die Kritik habe ich mir zu Herzen genommen und angefangen Bücher zu lesen, damit ich mich schriftlich besser ausdrücken kann. Als Überraschung zum Ende des Gesprächs wurde mir ein Firmenwagen zur privaten Nutzung angeboten. Dieses Angebot habe ich selbstverständlich angenommen.

Lohnbuchführung und Jahresabschluss, neu erlernte Tätigkeiten in 2017

Ein neues Tätigkeitsgebiet, welches ich hier erlerne, ist die Lohnbuchführung. Ab und zu habe ich den Kollegen bei der Erstellung der Lohnabrechnungen sowie bei der An- oder Abmeldung von Arbeitnehmern oder der Erstellung eines Antrages auf Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen im Krankheitsfall zuschauen können. Zusätzlich habe ich mich durch Online-Seminare sowie einem externen Seminar in das Thema einarbeiten können. Am Anfang dieses Jahres war ich zusammen mit meinem Kollegen Marcel Blum auf einem Seminar zum Thema Minijobs. Weitere externe Seminare zu dem Thema Lohnbuchhaltung werden folgen.

Vorbereitung darauf lief ähnlich ab wie bei der Lohnbuchführung. Durch Online-Seminare sowie durch Lehrstunden bei den Kollegen konnte ich mir eine gute Grundlage aneignen um an meinem ersten eigenen Jahresabschlussauftrag zu arbeiten. Grob erklärt geht es dabei unter anderem darum, die Forderungen und Verbindlichkeiten zu einem gewissen Stichtag, in diesem Fall dem 31.12., abzustimmen, die Einnahmen und Ausgaben abschließend zu erfassen,  periodengerecht abzugrenzen, Rückstellungen zu bilden und somit dann die Besteuerungsgrundlage für die Körperschaft-, Umsatz- und Gewerbesteuer zu bilden und diese zu berechnen. 

Das Studium an der Fachhochschule

Ende März diesen Jahres gab es an der Fachhochschule Koblenz eine Informationsveranstaltung zum dualen Studium „BWL Steuern dual“. Dort war ich zusammen mit meinem Chef Matthias Garrn. Im März 2018 wird das Studium beginnen, ab dann werde ich einen Tag in der Woche sowie in den Semesterferien weiterhin in der Kanzlei arbeiten. An der Fachhochschule werde ich das reguläre BWL- Studium absolvieren, jedoch mit der Besonderheit, dass ich nach zwei Jahren als externer Prüfling zur Steuerfachangestelltenprüfung zugelassen werde und dass ich während dem Studium die Schwerpunkt- und Wahlpflichtmodule obligatorisch im steuerlichen Bereich absolvieren werde. Hierzu hat unsere Kanzlei einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Koblenz abgeschlossen. Das Studium an sich dauert sechs Semester und endet mit einer praktischen Studienphase sowie der Bachelorarbeit. Ich finde es etwas schade, dass ich die Kanzlei dann in der Regel nur noch an einem Tag in der Woche unterstützen kann, bin jedoch auch sehr gespannt auf die Studieninhalte, die Kommilitonen und auch auf das Studentenleben im Allgemeinem.

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