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Unsere dual Studierenden im Interview

25. Mai 2018 - Arbeitswelt, Arbeiten bei Garrn & Nett

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Am Montag, den 05.03.2018 startete für unsere dual Studierenden, Marian Kilian und Jonas Brüdern, das Studium Business Administration – Steuern Dual mit dem „Kick-off Camp“ an dem Rhein Mosel Campus der Hochschule Koblenz. Das Kick-off Camp ist eine Einführungsveranstaltung, um Kontakte zu den Kommilitonen zu knüpfen, sowie erste Eindrücke von dem Fachbereich, dem Studiengang und von dem Hochschulalltag zu erlangen. In einem Interview erzählen sie mir alles über ihre ersten Eindrücke im Studium. 

Euer Studium hat endlich mit dem Kick-off Camp gestartet. Wie ist diese Veranstaltung abgelaufen?

In der ersten Woche des Kick-off Camps fand der Mathe Vorkurs statt. Hier wurden sowohl die relevanten Rechenregeln wiederholt, als auch ein Ausblick auf die im Studium kommenden Themen gezeigt. In der zweiten Woche simulierte man im Team in einem Unternehmensplanspiel am PC die Geschäftsführung eines Unternehmens. Dabei versuchte man sich durch Produktpreis- oder Budget- und Investitionsentscheidungen gegen die anderen Teams im Markt durchzusetzen. Die Fachschaft organisierte in der zweiten Woche gleich mehrere Veranstaltungen für die „Erstis“ des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Zum Beispiel wurden in verschiedenen Gruppen Gemeinschaftsspiele gespielt, zusammen gegrillt und die Kneipen und Bars von Koblenz erkundet.

Wie oft besucht ihr nun die Hochschule und wie oft seid ihr in der Kanzlei?

Zurzeit sind wir montags morgens einen halben Tag und freitags den ganzen Tag in der Kanzlei. Montags nachmittags sowie dienstags bis donnerstags sind wir an der Hochschule. Dies kann aber in jedem Semester variieren.

Welche Module müsst ihr dieses Semester besuchen?

Wir haben dieses Semester Mathematik, Statistik, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Business Englisch, Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) und Buchführung. Zudem haben wir in Statistik und KLR Übungsstunden, in denen wir Aufgaben lösen. Hier steht uns der Professor oder ein Student aus einem höheren Semester zur Hilfe. Am Ende des Semesters schreiben wir fünf Klausuren. Mathematik und Statistik werden in einer Klausur zusammengefasst und unsere Buchführungskenntnisse werden im zweiten Semester geprüft. In den verbleibenden vier Fächern schreiben wir je eine Klausur.

Welche Fächer gefallen euch am besten?

Marian: Mir persönlich gefallen die Fächer Statistik und VWL sehr gut, aufgrund der guten Vorlesungen des Professors. Er kann uns die Sachverhalte sehr verständlich erklären und erläutert diese auch anhand von Beispielen aus seiner vorherigen beruflichen Karriere. Auch die anderen Fächer finde ich sehr interessant, da diese meine Kenntnisse aus der Oberstufe wiederholen bzw. auf diese aufbauen. 

Jonas: Mir gefallen die Fächer Statistik, VWL und BWL gut.

Wie lange geht eine Vorlesung?

Eine Einheit dauert 1,5 Stunden. Pro Woche haben wir 17 Einheiten.

Wie viele Leute sitzen in einer Vorlesung?

Das ist ganz unterschiedlich! Es kommt ganz auf das Fach an. In Business Englisch z.B. wurden wir in sechs Gruppen aufgeteilt. Hier sind wir zwischen 15 und 30 Studenten in einem Raum. In Mathe sitzen wir mit allen Studenten der Wirtschaftswissenschaften des ersten Semesters im großen Vorlesungssaal. Anfangs war z.B. die VWL- und Statistik-Vorlesung sehr überfüllt, da wir in einem kleineren Raum sitzen. Hier durfte man auch, wenn man nicht fünf Minuten vor Beginn anwesend war, auf dem Gang Platz nehmen. Mittlerweile findet man meistens einen Platz, da offensichtlich die Motivation einiger Kommilitonen nicht mehr allzu groß ist.

Gibt es an der Hochschule eine Mensa?

Ja, mit wirklich großer Auswahl. Wir können zwischen vier Menüs wählen. Darunter gibt es ein Vegetarisches- und ein Vital-Menü. Außerdem enthält jedes Menü einen Salatteller, eine Suppe und einen Nachtisch.

In der Kanzlei habt ihr ja immer die Möglichkeit eure Mittagspause im Fitnessstudio zu verbringen. Könnt ihr das auch weiterhin während den Pausen an der Hochschule machen?

An den Arbeitstagen montags und freitags ist es weiterhin möglich das Fitnessstudio zu besuchen. Leider sind aber die Mittagspausen an der Hochschule nicht lang genug für ein kurzes Workout. Die Uni in Koblenz bietet zusammen mit der Hochschule den sogenannten Allgemeinen-Hochschul-Sport(AHS) an. Hier kann man aus einem großen Angebot aus Kursen wie zum Beispiel Fußball, Freeletics oder Volleyball wählen und zusammen mit Kommilitonen zu wirklich günstigen Preisen Sport machen.

Welche Unterschiede gibt es zu dem Studiengang Business Administration ohne den Zusatz ´Steuern dual´?

Die Vorlesungen im ersten Semester sind die gleichen. Wir dürfen montags morgens sowie freitags arbeiten, während unsere Kommilitonen ´frei´ haben. Im dritten und vierten Semester, wenn wir die Schwerpunktmodule wählen müssen, sind zwei der vier Module, „externes und internes Rechnungswesen“ und „Unternehmenssteuern“, vorgeschrieben. Die anderen zwei Module kann man frei wählen. Zudem muss man im zweiten und vierten Semester je ein Wahlpflichtmodul wählen. Hier gibt es auch genügend Angebote, die in das Berufsbild passen (z.B. „Einkommensteuer“, „Unternehmensbewertung und Jahresabschlussanalyse“ oder „Gründungsmanagement“).

Welche Möglichkeiten habt ihr euch auf die Steuerfachangestelltenprüfung vorzubereiten?

Hierzu können wir leider noch nicht allzu viel sagen, da wir nur Empfehlungen bekommen haben, wie wir uns vorbereiten können. Wir haben aber noch keine Veranstaltungen wahrgenommen. Die Steuerfachangestelltenprüfung findet erst im 5. Semester statt, wir haben also noch etwas Zeit um uns vorzubereiten. Wir können zum Beispiel einen Samstagskurs der Steuerberaterakademie oder einen einwöchigen Vorbereitungskurs der Akademie Henssler besuchen. Wie wir uns entschieden haben und wie das dann genau abläuft werden wir euch dann noch mitteilen.

Wie viele Studenten besuchen den Studiengang ´Steuern dual´?

Wir sind genau acht Studenten die den Studiengang ´Steuern dual´ besuchen. Wir haben uns in einem Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Steudter, dem Organisator dieses Studiengangs, kennengelernt.

Wer ist euer Ansprechpartner an der Hochschule speziell für diesen Studiengang?

Zum einen können wir uns an Herrn Oster wenden. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule. Zum anderen können wir Herrn Prof. Dr. Steudter bei Fragen kontaktieren.

Welche Tätigkeiten habt ihr in der Kanzlei?

Marian: Zurzeit erstelle ich in der Kanzlei einfache Einkommensteuererklärungen und habe bereits kleinere Buchführungen übernommen. Natürlich stimme ich die abgeschlossenen Arbeiten immer mit einem meiner Kollegen ab. Zudem arbeite ich meinen Kollegen bei ihren Tätigkeiten zu und lerne dadurch immer mehr dazu.

Jonas: Meine Tätigkeiten sind dieselben wie vor Studienbeginn. Lediglich der Umfang der Tätigkeiten hat abgenommen. Ich bearbeite an den Praxistagen Finanz- und Lohnbuchhaltungen, bereite Steuererklärungen und Jahresabschlüsse vor und arbeite an Digitalisierungsprojekten. 

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Foto: Hochschule Koblenz


Könnt ihr das Gelernte direkt umsetzen?

Die Vorlesung Buchführung unterstützt unser Verständnis der Technik und weist auf die vielen Details hin, auf die man bei der Bearbeitung der Buchführungen in der Kanzlei achten muss. Das Gelernte der restlichen Vorlesungen können wir leider nicht direkt umsetzen. Trotzdem sind die Vorlesungen zum Erlangen und Ausbauen der Grundkenntnisse wichtig und interessant.

Wie findet ihr das Konzept des dualen Studierens?

Marian: Ich finde das Konzept am besten! Hierfür zwei Gründe: 

  • Man hat Kontakt in einem Unternehmen und direkte Ansprechpartner in der Branche.
  • Man hat direkt eine Vorstellung welche Tätigkeit man mit dem Gelernten ausführen kann und dies hilft einem auf das Ziel hinzuarbeiten. 

Jonas: Meiner Meinung nach gibt es viele Vorteile, die für ein duales Studium sprechen und lediglich einen Nachteil. Die Vorteile sind aus meiner Sicht folgende: 

  • Man ist motiviert, da man genau weiß, wofür man das Studium macht. 
  • Man verdient Geld. 
  • Manche Theorieinhalte, die an der Hochschule besprochen werden, kommen einem aus der Praxis bekannt vor, sodass man sie leichter einordnen und verstehen kann.

Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, dass man etwas weniger Freizeit/Zeit zum Lernen hat, im Gegensatz zu Vollzeit-Studenten.

Wie lange geht das Studium nun?

Das Studium dauert sechs Semester, also drei Jahre. Man benötigt vorher aber eine sechsmonatige Praxisphase.

Wie gefällt es euch bisher an der Hochschule?

Marian: Mir gefällt es sehr gut an der Hochschule in Koblenz. Ich habe schnell viele Kommilitonen kennengelernt. Ich rate auch jedem der an den Rhein-Mosel-Campus anfangen möchte zu studieren, am Kick-Off-Camp teilzunehmen. Die Veranstaltung ist eine sehr große Hilfe sich anfangs am Campus zurechtzufinden.

Jonas: Ich bin sehr zufrieden mit dem Studium an der Hochschule. Die Leute sind nett, der Campus ist modern, die Vorlesungssäle sind nicht überfüllt, das Essen ist gut und günstig und die Lehrinhalte sind spannend. Lediglich die Parkplatzsituation könnte besser sein.

Vielen Dank für eure Zeit!

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